Skiken oder Nordic-Cross-Skating was ist das?

Skiken, oder wie es richtigerweise heißt, Nordic-Cross-Skating, ist eine neue Trendsportart und ist in der Bewegungsform dem Langlauf-Skating Stil sehr sehr ähnlich. Nur mit dem Unterschied, daß man mit den Skikes ganzjährig auf fast jedwedem Untergrund fahren kann. Man hat die Loipe quasi vor der Haustür. Durch die luftbereiften Räder mit 15cm Durchmesser vor und hinter dem Schuh kann man tatsächlich auf Feldwegen, Waldwegen, feinem Schotter und sogar auf festen Wurzelpfaden fahren. Mit den beidseitigen Bremsen kann man sehr effektiv verzögern; wer will und kann sogar bis zum blockieren. Das gibt viel Sicherheit und es ist also kein Laternenpfahl notwendig wie bei so manchem Inliner. Mit den Stöcken gewinnt man effektiv an Vortrieb und man kann sich, wer will, so richtig auspowern.

Skiken trainiert nicht nur Herz und Kreislauf, sondern schont auch Gelenke, kräftigt Bänder und Sehnen und ist gut für die Figur. Es ist nicht nur eine neue Sportart, es ist auch ein neues Lebensgefühl. Skiken ist das ideale Ganzkörpertraining für Menschen jeden Alters und Leistungsstufe.

“Skikes” – Sportgerät und Ausrüstung

“Skikes” sind nicht wirklich neu, aber noch relativ unbekannt. Der Begriff setzt sich aus “Skate” und “Bike” zusammen, und erfunden hat Sie der Österreicher Otto Eder. Nach jahrzehnte langer Tüftelei sind die ersten Serienmodelle des Skike V07 vor einigen Jahren zur Marktreife gelangt und sind seither auf dem Siegeszug als Trendsportgerät in die ganze Welt. Die aktuelle Modellreihe Skike v9 stellt im Moment das ausgereifteste und gleichzeitig weit verbreiteste Sportgerät im Nordic-Cross-Skating dar, wie dieser Sport richtigerweise genannt wird.

Was braucht man zum Skiken?

Natürlich die Skikes und Stöcke in entsprechender Länge (wird beides bei den Kursen gestellt), Helm (Fahrradhelm), Handschuhe, sowie Knie- und Ellbogenschützer. Das Schuhwerk sollte etwa knöchelhoch und mit schmaler und harter Sohle sein. Also z.B. Wanderschuhe oder Mountainbikeschuhe sind ideal. Man steht nämlich mit dem eigenen Schuhwerk in den Skikes und wird darin mit Klett- oder Ratschbändern fixiert. Das hat den Vorteil sollte mal das Gelände zu extrem, oder die eigene Leistungsvermögen zu gering sein, kann man die Skikes einfach abschnallen und zu Fuss weiter gehen. Was man aber am meisten benötigt ist Ausdauer 😉 Zumindest bis die ersten Paar Schritte etwas antrainiert sind und die Koordination bereits leichter fällt.

Wer sich eine eigene Ausrüstung anschaffen möchte kann sich gerne an mich wenden. Zur kompletten Ausrüstung eines Nordic-Cross-Skaters gehören erst mal ein eigenes Paar Skikes und Stöcke, ein Ersatzrad komlett mit Bereifung, eine Dämpferpumpe zum korrekten und einfachen aufpumpen der Reifen. Später dann folgen, entsprechende Skating-Handschuhe, evtl. kleiner Rucksack für Ersatzrad, Getränke, Riegel, usw. für längere Touren, Lager zum wechseln und Verschleißteile wie Reifen und Schläuche. Elektronische Gadgets wie Smartphone-Trainings-Apps oder GPS-Sporttracker sind gern gesehene Tools für Fortgeschrittene Sportler.

Für Tipps zur korrekten Einstellung der Sportgeräte und deren Anwendung, stehe ich Euch gerne zur Verfügung.

Skiroller Test mit Michi und Rosa

Am vergangenen Sonntag hatten Rosa und Michael von der Skizunft Durlach und Ich einige Skiroller der Marke “SiRiRo” testen können. Bei herrlichem Outdoor-Wetter haben wir mal ein paar Fahreindrücke auf diesen Geräten sammeln können. Wir hatten 2 Paar Classic-Skiroller und 2 Paar Skating. Je eins davon war in einer Cross-Variante, also mit 150mm Luftbereifung und das andere Paar als reine Strassenvariante ausgeführt. Bei den Cross-Skating Skirollern erkennt man sofort die Verwandschaft zu “unseren Skikes”,oder besser gesagt, zu den meisten Cross-Skatern. Als allererstes vermisst der “gemeine Skiker” seine effektive Bremse und das nicht erst beim draufstehen, nein schon beim tragen fällt das fehlende Gewicht auf. Aber erst recht beim ersten Versuch die Fahrt zu verlangsamen. Es dauert eine Weile bis man nicht mehr versucht durch Gewichtsverlagerung eine Bremse anzusprechen die eigentlich gar nicht vorhanden ist. Doch recht schnell wird die Vorwärtsbewegung vertrauter und man spürt eine deutliche Leichtigkeit durch das geringe Gewicht. Man steht recht tief mit Langlaufschuhen auf der Schiene mit der aufgeschraubten Bindung und muss dann schon “sauberer” fahren als auf einem fehlerverzeihenden Skike. Beim Strassenmodell mit den kleinen Hartgummirollen, gelingt die Eingewöhnung noch schneller und auch das Bremsen im Pflug oder mit sliden klappt dann doch besser.

Die Classic-Roller konnte ich selbst leider nicht mehr testen, da für den einen meine Schuhe zu groß waren und das andere Modell hat Michi einer “Sonderprüfung” unterzogen von der sich das Sportgerät nicht mehr erholt hat. 😉 😉   Auf den Bildern und vor allem im Film kann mehr sehr schön die Bewegungsform sehen und daß die Classic-Roller eine Wadenbremse wenigstens auf einer Seite haben. Dennoch haben mich die Roller nur als reine Runden-Trainingsgeräte angesprochen. Im “Alltagsmodus” in dem die Skikes auch in der Stadt dank der hervorragenden Bremsen und mit Standard-Schuhen sich bestens bewähren, wäre mir ein Skiroller einfach zu gefährlich.

SiRiRo-Classic-klein-Beide_IMG_0493 SiRiRo-Classic-klein_IMG_0491 SiRiRo-Classic-Cross_IMG_0491 Mich&Rosa_IMG_0478 Thomas-Cross-Skater_IMG_0486 SiRiRo-Skater-Cross_IMG_0492

 

Neue Skikes V8 Lift endlich eingetroffen

Endlich sind Sie da, die neuen Skikes V8 Lift Cross 2R. Neuerdings kommen die Geräte in einem flacheren Karton an. Ich dachte schon es wäre nur eine Lieferung, aber bei der bisherigen Packungsgröße passen jetzt 2 Paar rein. Dafür sind diese dann aber nicht ganz fertig montiert. Wie das geht zeigen die folgenden BIlder:

Das ist der Kartoninhalt:

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Iss wie Weihnachten, muss man nur noch zusammen bauen wie damals die Rennautobahn. Bedienungasanleitung liegt ja dabei.

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Erst mal die Räder richtig aufpumpen.

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Das Hinterrad einsetzen ist ja noch das einfachste, insbesondere mit den Schnellspannern.

Das hat jeder schnell gespannt 😉

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Beim Vorderrad muss man erst die Hebel für die Rücklaufsperren einlegen.

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Dann nur noch richtig rum einbauen und die Hebelchen oben anlegen. Wenn falsch rum, dann geht nix vorwärts, und rückwärts fahren macht keine Laune.

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So, das mit den Schnellspannern klappt ja auch bei den Bremsen und der X/O-Beinverstellung. Wie das Ganze dann beim fahren kommt, lest Ihr in dem Beitrag: “Erste Fahreindrücke mit dem Skike V8 Lift”. Viel Spass – Euer ThomasIMG_0306IMG_0306

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Skike V8 Lift Cross 2R, erste Fahreindrücke

Nachdem ich gestern meine neuen Skikes V8 Lift Cross 2R bekommen und gleich montiert hatte, bin ich heute zu einer ersten Ausfahrt gestartet.

Das anschnallen fällt schon mal nicht mehr so leicht wie beim V7. Erstens ist durch den Fersenhochgang das Gerät nochmal verwinkelbar und muss somit erst mal ausgerichtet werden; und zum zweiten kann man die Gurte wenn man mit dem Schuh schon mal drin steht nicht mehr einfädeln. Und das bei meiner Schuhgröße von 45!? Da ist schon mal Frust angesagt. Auch bei diesem Modell sind mal wieder recht schmale Schuhe angesagt. Ansonsten sind die Gurte genau so simpel wie funktionell wie beim alten Skike. Ein verstellen des Fersenbandes war nicht erforderlich und das einstellen der Bremse und der X/O-Beinverstellung gelingt dank der Schnellspanner sprichwörtlich im Handumdrehen. Ein ausrichten der Räder wie in der Bedienungsanleitung beschrieben (ein paar Meter mit geöffneten Schnellspannern rollen und dann im Stand bei Belastung zumachen) habe ich erst mal gelassen; das sollte sich doch in den ersten paar Metern zeigen ob das wirklich erforderlich ist.

Bei den ersten “Schritten” merkt man sofort den 4 Zentimeter längeren Rahmen, obwohl ich bei meinen alten V7er das Vorderrad bereits am vordersten Loch montiert habe. Etwas mehr Laufruhe ist dadurch spürbar gegeben. Ich hatte den Eindruck, daß das Einbeingleiten deutlich besser gelingt zumal ich unmittelbar zuvor noch einen Kurs mit den alten Skikes gegeben habe. Ansonsten fährt er sich wie gewohnt. Auch die neuen Bremsen aus Alu reagieren ganz normal. Der Fersenhub wirkt sich naturgemäß erst sehr spät und dann aber auch wenig wirksam aus. Es ist halt die letzte Streckung des Fusses bis in den Ballen die jetzt noch zusätzlich möglich ist während noch beide Räder auf dem Boden sind. Durch seine Ausgewogenheit und bei sauberem Abdruck kippt der Skike tatsächlich nicht nach. Man muss sich gar nicht kümmern wie denn jetzt der Kippwinkel wäre, da der Skike direkt nach abheben des Beins vom Boden an die Sohle zurück kommt. Das ist sehr angenehm und überraschend zugleich, habe ich doch mit deutlich anderer Fahrtechnik gerechnet. Man merkt aber auch, daß die Länge die Wendigkeit des Sportgerätes ein wenig beeinträchtigt. Auch bei sandigem Untergrund und grobem Schotter habe ich mich noch nicht so sicher gefühlt wie mit den kürzeren Skikes. Mag auch am anfänglichen “kennenlernen” liegen.

Die Rücklaufsperre kam nur testweise zum Einsatz, da bei uns in der Rheinebene kaum Anstiege zu bewältigen sind. Auf Brücken z.B. hab ich´s mal probiert, eine parallele Fussführung hab ich dennoch nicht hinbekommen. Ein leichtes V schleicht sich bei einem eingefleischten Skater wie mir halt gerne ein. Ausserdem sind meine Stöcke dafür dann doch recht lang. Werde demnächst mal meine “Angststeigung” wieder in Angriff nehmen die mich wirklich fordert, vielleicht zahlt sich es dabei aus.

Da ich keine Erfahrung mit Skirollern oder Cross-Skates anderer Hersteller habe ist dieser Vergleich eben nur zum alten V7er Modell zu sehen. Apropos 7er, meine sind jetzt 7 Jahre alt und schon ziemlich fertig. Hoffe die neuen halten jetzt 8 Jahre. Das Potential hat das Gerät dazu. Nach ner knappen Stunde und ca. 15km kann ich sagen: Alles in Allem ist der Skike V8 Lift Cross 2R ein Top Gerät zum bezahlbaren Preis und vor allem für die Techniker unter den Skatern sehr zu empfehlen.