Skike V8 Lift Cross 2R, erste Fahreindrücke

Nachdem ich gestern meine neuen Skikes V8 Lift Cross 2R bekommen und gleich montiert hatte, bin ich heute zu einer ersten Ausfahrt gestartet.

Das anschnallen fällt schon mal nicht mehr so leicht wie beim V7. Erstens ist durch den Fersenhochgang das Gerät nochmal verwinkelbar und muss somit erst mal ausgerichtet werden; und zum zweiten kann man die Gurte wenn man mit dem Schuh schon mal drin steht nicht mehr einfädeln. Und das bei meiner Schuhgröße von 45!? Da ist schon mal Frust angesagt. Auch bei diesem Modell sind mal wieder recht schmale Schuhe angesagt. Ansonsten sind die Gurte genau so simpel wie funktionell wie beim alten Skike. Ein verstellen des Fersenbandes war nicht erforderlich und das einstellen der Bremse und der X/O-Beinverstellung gelingt dank der Schnellspanner sprichwörtlich im Handumdrehen. Ein ausrichten der Räder wie in der Bedienungsanleitung beschrieben (ein paar Meter mit geöffneten Schnellspannern rollen und dann im Stand bei Belastung zumachen) habe ich erst mal gelassen; das sollte sich doch in den ersten paar Metern zeigen ob das wirklich erforderlich ist.

Bei den ersten “Schritten” merkt man sofort den 4 Zentimeter längeren Rahmen, obwohl ich bei meinen alten V7er das Vorderrad bereits am vordersten Loch montiert habe. Etwas mehr Laufruhe ist dadurch spürbar gegeben. Ich hatte den Eindruck, daß das Einbeingleiten deutlich besser gelingt zumal ich unmittelbar zuvor noch einen Kurs mit den alten Skikes gegeben habe. Ansonsten fährt er sich wie gewohnt. Auch die neuen Bremsen aus Alu reagieren ganz normal. Der Fersenhub wirkt sich naturgemäß erst sehr spät und dann aber auch wenig wirksam aus. Es ist halt die letzte Streckung des Fusses bis in den Ballen die jetzt noch zusätzlich möglich ist während noch beide Räder auf dem Boden sind. Durch seine Ausgewogenheit und bei sauberem Abdruck kippt der Skike tatsächlich nicht nach. Man muss sich gar nicht kümmern wie denn jetzt der Kippwinkel wäre, da der Skike direkt nach abheben des Beins vom Boden an die Sohle zurück kommt. Das ist sehr angenehm und überraschend zugleich, habe ich doch mit deutlich anderer Fahrtechnik gerechnet. Man merkt aber auch, daß die Länge die Wendigkeit des Sportgerätes ein wenig beeinträchtigt. Auch bei sandigem Untergrund und grobem Schotter habe ich mich noch nicht so sicher gefühlt wie mit den kürzeren Skikes. Mag auch am anfänglichen “kennenlernen” liegen.

Die Rücklaufsperre kam nur testweise zum Einsatz, da bei uns in der Rheinebene kaum Anstiege zu bewältigen sind. Auf Brücken z.B. hab ich´s mal probiert, eine parallele Fussführung hab ich dennoch nicht hinbekommen. Ein leichtes V schleicht sich bei einem eingefleischten Skater wie mir halt gerne ein. Ausserdem sind meine Stöcke dafür dann doch recht lang. Werde demnächst mal meine “Angststeigung” wieder in Angriff nehmen die mich wirklich fordert, vielleicht zahlt sich es dabei aus.

Da ich keine Erfahrung mit Skirollern oder Cross-Skates anderer Hersteller habe ist dieser Vergleich eben nur zum alten V7er Modell zu sehen. Apropos 7er, meine sind jetzt 7 Jahre alt und schon ziemlich fertig. Hoffe die neuen halten jetzt 8 Jahre. Das Potential hat das Gerät dazu. Nach ner knappen Stunde und ca. 15km kann ich sagen: Alles in Allem ist der Skike V8 Lift Cross 2R ein Top Gerät zum bezahlbaren Preis und vor allem für die Techniker unter den Skatern sehr zu empfehlen.

 

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